Mein großes Geheimnis

Moin erstmal!

Ich weiß, ich bin gemein. Erst lasse ich Monate hier nichts von mir hören, poste nur noch selten etwas auf meinen Social Media Kanälen und dann! wage ich es auch noch von einem großen Geheimnis zu sprechen, das ich aber erst TAGE SPÄTER – genau genommen heute – enthüllen will.
Aber keine Angst. Hier werden nun keine Tausend Wörter und drölfzig Bilder erscheinen, die ihr erst durchlesen müsst. Ich selbst hasse es, mich durch Beiträge zu wurschteln und dann irgendwo, ganz kleingedruckt das zu finden, was ich wissen will.
Deswegen machen wir es heute ganz schnell

ICH WERDE HEBAMME
ICH WERDE HEBAMME!!!!!

Ihr habt richtig gesehen.
ICH WERDE HEBAMME

Ich kann es selbst kaum glauben und könnte noch immer vor Freude anfangen zu weinen. Mein größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen und ich habe einen der heiß begehrten Ausbildungsplätze zur Hebamme ergattert.
Ja und das ist auch der Grund warum es überall so still war.

Der Bewerbungsprozess begann bereits im April. Im Juni und Juli war ich dann unter anderem bei einem Einstellungstest und bei mehreren Vorstellungsgesprächen. Nebenbei wurde ich 31 Jahre alt, Elise wurde 1 und die Hochzeit musste auch noch organisiert werden. Ihr merkt also, es war viel zu tun.

Bei jeder Email und jedem Brief den ich bekam, schlug mein Herz schneller. Ich wollte U N B E D I N G T Hebamme werden.

In den Herbstferien habe ich dann ein Praktikum im Kreißsaal gemacht. Jeder Tag dort hat meinen Wunsch Hebamme zu werden, nur noch verstärkt.
In den Tagen durfte ich 9 Geburten begleiten. Ich war bei einem Notkaiserschnitt dabei und habe auch stille Geburten miterlebt. Das Tod und Leben so nah beieinander liegen, war für mich zuerst sehr schwer. Mein Mann hat jeden Abend mit mir über das erlebte gesprochen, mich gefangen und mir zugehört – das hat mir sehr geholfen.
Am letzten Tag des Praktikums war ich unwahrscheinlich traurig. Die Hebammen in diesem Kreißsaal waren so so so so toll. Ich habe so viel gelernt und habe wirklich NOCH NIE ein so gut eingespieltes Ärzte – Hebammen – Team gesehen. Dort herrscht eine solche Harmonie, das ich traurig war dort nicht all meine Kinder auf die Welt gebracht zu haben.
Viele der Hebammen dort wollten das ich bleibe und einige haben sogar ein gutes Wort für mich bei der Leitung eingelegt – das finde ich so toll.
Ihr merkt schon. Dieser Text wird von lauter Adjektiven überrannt. ABER ICH BIN EINFACH SO GLÜCKLICH!
Im November folgte dann das entscheidende Vorstellungsgespräch mit der Klinikleitung, der Leitung der Hebammenschule, der leitenden Hebamme des Kreißsaal, dem Chefarzt der Gynäkologie und einer Verwaltungskraft.
Ich war so nervös, das glaubt ihr nicht. Noch nervöser wurde ich, als die Frau vor mir gleich gesagt bekommen hat ob Sie den Ausbildungsplatz dort bekommt, oder nicht. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
Das Gespräch lief aber sehr gut. Ich wurde auf das positive Feedback des Praktikums angesprochen, auf die vielen Nachrichten die die Hebammen dort an die Schulleiterin weitergeleitet haben. Nur für mich. Mein Herz <3
Ich musste den Raum kurz verlassen, griff zum Hände und schrieb meiner Familie und den besten Freundinnen: GLEICH WEIß ICH BESCHEID!!!!
Und als ich gerade auf absenden drückte, wurde ich auch schon wieder hineingebeten. Das waren keine 2 Minuten – zack wieder Angst!!!

Ich saß zitternt auf meinem Stuhl und bekam dann die Zusage. Und was passierte?
Ich musste weinen. Vor lauter Freude und Erleichterung

Weihnachtsgeschenke zum Thema Hebamme von meiner Freundin Yasmin
Geschenk meiner Freundin Yasmin

Jetzt geht es in wenigen Wochen los. Ab dem 01.04. bin ich Hebammenschülerin. Ich kann es immer noch nicht glauben und freue mich auf das Abenteuer und werde hier auf dem Blog über unseren Weg berichten ♥

Tanja

Wer bin ich eigentlich? 1000 Fragen an mich selbst – Teil 6

Der Schlafmangel raubt mir nicht nur meine komplette Kraft, sondern auch die Zeit zum Bloggen. Heute beantworte ich aber die nächsten 20 Fragen für euch.
Ihr erfahrt zum Beispiel ob ich stolz auf mich selbst bin, welche Arbeit im Haushalt ich mit Abstand am langweiligsten finde.

Die anderen Blogbeiträge, mit den bisherigen Fragen und Antworten, findet ihr hier:
>>> Teil 1 <<<
>>>
Teil 2 <<<
>>> Teil 3 <<<
>>> Teil 4  <<<
>>> Teil 5 <<<

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1000 Fragen an dich selbst – #6 / 101-120

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Keine Ahnung. Ich muss jetzt erstmal googlen, welche Charaktereigenschaften dem Sternenbild Krebs zugeordnet werden. Ich habe jetzt die erste Seite genommen die Google mir ausgespuckt hat.
Positive: Beständigkeit, Sanftmütigkeit, Sensibilität, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit.
Ich würde sagen das passt sehr gut.
Negative: Eifersucht, Reizbarkeit, Schüchternheit, Ängstlichkeit, Launenhaftigkeit.
Hier passt es nur teils teils. Eifersüchtig bin ich eigentlich gar nicht. Leicht reizbar auch nicht. Schüchtern nur in bestimmten Situationen und ängstlich nur wenn es um meine liebsten geht. Aber Launisch. Jip. Das bin ich definitiv.

102. Welche Farbe(n) dominiert in deinem Kleiderschrank?
Grau, Schwarz, Blau.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Ich gebe immer mein bestes. Am Ende des Tages fehlt mir aber oft Zeit und Energie um zu bloggen oder Videos zu schneiden. Das ärgert mich manchmal.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
Im Tv schaue ich kaum Serien. Hier läuft meist Netflix oder Amazon Prime TV. Jeden Montag schauen wir VOX. Goodbye Deutschland. Ich liebe diese Auswanderserie und träume dann immer ein kleines bischen von meiner eigenen Auswanderung.

105. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind?
Wenn die Steuererklärung ansteht – als Kind hatte ich damit noch nichts am Hut.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Ja, bei unserem Umzug mussten wir laaange ohne Internet ausharren. Da ich beruflich aber auf das Internet angewiesen bin, war es schwierig.

107. Wer kennt dich am besten?
Meine Freundinnen Sarah und Maren und mein Partner. Ihnen kann ich alles anvertrauen. Denen kann ich auch nichts vormachen. Wenn es mir nicht gut geht, merken die drei es sofort.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am wenigsten langweilig?
BÜGELN!!!!!! Und aus diesem Grund lass ich es einfach sein. Dinge die wirklich wirklich wirklich ganz unbedingt gebügelt werden müssen, bügel ich erst einen Tag bevor sie angezogen werden. Ganz ehrlich! In den Kleiderschränken werden die doch sowieso wieder faltig.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Leider ja. Ich habe sehr hohe Erwartungen an mich selbst und übertrage das leider oft auf andere. Meine Prioritäten sind anders, als die meines Gegenübers. Das zu verstehen fällt mir meist schwer.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?
Wenn man selbstständig ist, gibt es keinen freien Tag. Man arbeiten IMMER, muss immer erreichbar sein und seine Emails checken.

111. Bist du stolz auf dich?
In einigen Bereichen, ja. Ich bin stolz auf das was ich bisher geleistet habe. Auch wenn viele nicht sehen wieviel Arbeit hinter der Verwirklichung der Selbständigkeit und meiner kleinen Firma steckt – ich weiß es. Und es macht mich wahnsinnig stolz zu wissen, das ich diesen Weg alleine gegangen bin und ihn alleine gemeistert habe.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Kennt ihr die Löffelsprache? Ich kann sie fließend sprechen 😀

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Ja, viele Dinge.

114. Warum trinkst du Alkohol beziehungsweise keinen Alkohol?
Wir trinken am Wochenende gerne ein Glas unseres Lieblingswein. Der schmeckt unglaublich gut (rot, lieblich). Ansonsten bin ich kein großer Alkoholtrinker. Ich brauche keinen Alkohol um Spaß zu haben und zum Durst löschen gibt es Wasser.

115. Welche Sachen machen dich froh?
Das Lachen meiner Kinder, ein „Schatz-ich-bin-von-der-Arbeit-zurück“-Kuss von Mirko, die Wertschätzung meiner Arbeit von meinen Kursteilnehmern, zu wissen das es Menschen auf dieser Welt gibt, denen ich wichtig bin.

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Wolken über Ostfriesland

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut?
Nein, wir waren bisher noch NICHT draußen.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
Gleich.

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Nein überhaupt nicht. Ich werde schnell nervös und laufe IMMER sofort knallrot an. Das habe ich bereits als Kind gehasst.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Für quality time mit jedem Kind, Zeit nur für die Liebe, für Freundinnen und auch für den Blog und den YouTube Channel.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
Ich glaube schon. Kein Mensch wird böse geboren oder wird durch erlebtes oder das Umfeld gezwungen böse zu sein. Jeder Mensch hat es selbst in der Hand einen anderen, einen guten Weg zu gehen.

Danke noch einmal an Johanna von Pink-e-pank.de für den Start dieser wunderbaren Blogparade.

Ich freue mich schon auf die nächsten 20 Fragen.

 

Wer bin ich eigentlich? 1000 Fragen an mich selbst – Teil 5

Wenn die Kinder krank sind, liegt der Blog gezwungener Maßen erstmal auf Eis. . Aber heute geht es mit den nächsten 20 Fragen und meinen Antworten weiter.
>>>
Teil 1 <<<
>>>
Teil 2 <<<
>>> Teil 3 <<<
>>> Teil 4  <<<

Diese Woche erfahrt ihr ob ich schon einmal gegen das Gesetz verstoßen habe, wen meiner Freunde ich am längsten kenne und ob ihr auf meinem Handy Fotos findet, mit denen ich erpressbar wäre.

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1000 Fragen an dich selbst – #4 / 81-100

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Wahrscheinlich wegrennen. Flüchten. 5 Jahre sind unglaublich lange. Ich würde es nicht aushalten für so lange Zeit von meiner Familie getrennt zu sein und auf engsten Raum leben zu müssen. Also: Koffer packen und weg.

82. Was hat dich früher froh gemacht?
Ich habe es früher geliebt zu tanzen und dabei am besten noch zu singen. Die Musik laut aufgedreht und loslassen.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
Vor der Schwangerschaft habe ich total gerne Kleider oder Oberteile mit leichtem Ausschnitt getragen. Mittlerweile fühle ich mich in meinem Körper aber überhaupt nicht mehr wohl und verstecke mich am liebsten unter weiten Oberteilen.
Anders ist es, wenn ich mein Brautkleid trage. Da fühle ich mich, als würde ich schweben und wäre wunderwuuuunderschön.  Ich wüschte ich könnte es jetzt schon tragen. Jeden Tag.

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Babybauch 40. Ssw

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Ich habe zur Zeit gar keinen Nachttisch. Direkt neben meinem Bett steht das „Beistellbett“ von dem Ostfriesenbaby. Dahinter gequetscht steht, als Nachttisch ersatz, ein kleiner Hocker. Darauf ist aber auch nur Platz für meine Nachttischlampe und ein Paket Taschentücher.

85. Wie geduldig bist du?
Ich würde sagen: gar nicht. Geduld war noch nie meine Stärke. Ich erwarte wahnsinnig viel von mir und kann nur im Bezug auf die Kinder Geduld an den Tag bringen.

86. Wer ist dein gefallener Held?
Mein Opa. Ich bin bei meinen Großeltern groß geworden, weil meine Mutter gleich nach der Geburt wieder arbeiten gegangen ist. Meine Oma ist noch heute, neben meiner Mutter, eine der wichtigsten Personen in meinem Leben. Mein Opa ist damals überall mit mir hingefahren, hat mir jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und war ein klein bischen wie der Opa von Heidi –  er wirkte stets etwas grummelig, war aber herzensgut. Er ist gestorben als ich noch ganz klein war und hat seine Ur-Enkel leider nie kennengelernt. Er fehlt mir.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Ich kann sehr gut über mich selbst lachen. Deswegen würde ich die Frage eher mit Nein beantworten 😀

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Sarah ♥ Wir kennen uns jetzt schon fast 12 Jahre. Sie ist die Patin von Livi und war auch bei ihrer Geburt dabei. Wir sind beide immer busy, bei zusammen 6 Kindern auch kein Wunder 😀 und sehen uns viel zu selten. Aber ich vertraue ihr blind und bin froh sie zu haben.

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89. Meditierst du gern?
Da ich keine Geduld habe und sowieso immer viel zu wenig Zeit -> Nein

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Meist jammer ich Yasmin, die Rabenmutti – die eigentlich gar keine Rabenmutti ist, per WhatsApp die Ohren voll. Dann sagt sie wie beschissen ihr Tag war, wir bemittleiden uns gegenseitig und stellen wie immer fest, das wir nicht alleine sind und zack geht es mir besser 🙂

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch?
Am alller, aller, aaaaalllerliebsten lese ich die Black Dagger Buchreihe von J. R. Ward.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?
Meinen Freundinnen – Sarah, Maren und Yasmin. Und meinem kleinen Familienchat in dem meine Mutter, meine Oma, meine Schwester und meine große drinnen sind.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?
Ich vermute ganz stark NEIN, denn das ist das neuste Lieblingswort des Ostfriesenbabys.

94. Gibt es Gerüchte über dich?
Ohja. Viele. Und 99% davon sind nicht wahr.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?
Meine 7 Sachen packen und die Welt bereisen.

96. Kannst du gut Auto fahren?
Ja – nur nicht nachts. Oh und dieses klischee vom nicht rückwärts einparken können, erfülle ich übrigens auch.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?
Ja. Weil ich eigentlich wirklich nett bin.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?
Mir fehlt die Pärchenzeit. Nur er und ich.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
Hä?! Wer oder was ist dieses „abends ausgehen“?! WENN ich mal wieder Zeit hätte um einen Abend auszugehen, dann würde ich am liebsten essen gehen. Natürlich bei meinem Lieblingsmexikaner!

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen?
Uhja.

Danke noch einmal an Johanna von Pink-e-pank.de für den Start dieser wunderbaren Blogparade.

Ich freue mich schon auf die nächsten 20 Fragen.

Wer bin ich eigentlich? 1000 Fragen an mich selbst – Teil 4

In den letzten 2 Wochen habe ich etwas Selbstfürsorge betrieben und den Blog ruhen lassen. Aber heute geht es mit den nächsten 20 Fragen und meinen Antworten weiter.
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Teil 1 <<<
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Teil 2 <<<
>>> Teil 3 <<<

Diese Woche erfahrt ihr in welchen TV-Casting Shows ich schon war und welchen Berufswunsch ich als Kind hatte.

2014 - noch einige Kilos leichter
2014 – noch einige Kilos leichter

1000 Fragen an dich selbst – #4 / 61-80

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Ich würde jetzt nicht sagen, das ich daran glaube, aber ich hoffe es gibt ein Leben nach dem Tod. Mir gefällt die Vorstellung das ich, wenn ich sterbe, irgendwo weiterlebe. Zusammen mit all den Menschen, die vor mir gegangen sind und die mir soviel bedeuten. Es macht den Gedanken an den Tod leichter, denn er bedeutet so nicht das Ende. Der Tod ist nur ein weiter Schritt auf unserer Reise.

62. Auf wen bist du böse?
Spontan fallen mir drei Menschen ein. Den ersten habe ich sehr geliebt. Er hat mir mein Herz gebrochen und ich habe Jahre gebraucht um es zusammenzusetzen. Die zweite Person hat mein Vertrauen und meine Freundschaft gnadenlos missbraucht und ausgenutzt. Ich hasse sie dafür, das sie mir das angetan hat. Seitdem fällt es mir schwer andere Menschen an mich heran zu lassen und ihnen zu vertrauen. Person drei ist ein Familienmitglied, das mir immer das Gefühl gibt wertlos zu sein.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Ich wohne auf dem Dorf. Hier fahren tatsächlich kaum öffentliche Verkehrsmittel. Ab und zu mal ein Bus, das war es aber auch schon. Wir haben nicht mal einen Bahnhof.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?
Die Fehlgeburten 2016 haben mich zerrissen. Der Verlust von Baby2 war am schlimmsten. Noch heute tut es unglaublich weh und es vergeht kein Tag an dem ich nicht an unseren kleinen Zwilling denke.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Zu Grundschulzeiten wollte ich immer Sängerin werden. Ich singe zwar heute noch gerne, war sogar zweimal bei der Casting-Show Popstars dabei, aber Sängerin bin ich dann doch nicht geworden. Danach wollte ich eine ganze Zeit lang vieeeele Sprachen lernen und als Übersetzerin arbeiten. Dann kam der Wunsch, Ärztin zu werden. Ich nahm es mir ganz fest vor, später Medizin zu studieren. Als ich mit 17 schwanger wurde, kam dann aber alles anders. Ich habe Mediengestalterin gelernt und arbeite mittlerweile aber in einem ganz anderen Bereich.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Meine Lieblingsmusik hat ihren eigenen Kosenamen von mir erhalten. Ich nenne sie zärtlich: Wackel-mit-dem-Arsch-Musik.
Mein Lieblingstanzlied ist Sean Paul – Like Glue (hör hier mal rein). Schon als Teenager habe ich einen Faible für Sean Paul, Dancehall & Reggae entwickelt. Hör ich ein Lied von Sean Paul, hält mich nichts mehr! Dann steh ich auf und schwinge die Hüften. In dem Moment ist es mir auch egal das ich keine Größe 38 habe, sondern 100kg mit mir rumtrage. Wenn ich zu dieser Musik tanze, ist es als wäre alles und jeder um mich herum vergessen. Super! Jetzt will ich sofort tanzen gehen.

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Der Mann und ich

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?
Seine Ruhe, seine Gelassenheit und die Gewissheit das ich ihm zu 100% Vertrauen kann.

68. Was war deine größte Anschaffung?
Meine allein war das Auto.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?
Ja, aber keine dritte. Und es kommt immer darauf an was vorgefallen ist. Fremdgehen könnte ich zum Beispiel nie verzeihen.

70. Hast du viele Freunde?
Nein. Aus purem Selbstschutz.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?
LOL – geschrieben finde ich es ja schon unfassbar grausam, aber mein Teenager sagt nun gefühlt alle 5 Minuten: Das ist so lol. Das war voll lol. Lol das ist lol
GNAAAAARRRR

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Ja schon ein paar Mal. Unter anderem, weil ich bei der Castingshow Popstars mitgemacht habe. Ihr braucht euch jetzt gar nicht die Finger wund googlen! Beim ersten Mal war ich 16 Jahre alt und beim zweiten Mal 21 Jahre jung. Jetzt werde ich 31. Online gibt es also nicht zusehen. HA!

73. Wann warst du zuletzt nervös?
Letzte Woche Freitag. Da ist mein neuer Tanzkurs gestartet. Vor meiner ersten Kursstunde bin ich immer ganz nervös. Ich weiß nicht wie die Kursteilnehmer sind, ob Elise gut mitmacht und und und.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?
Ich könnte jetzt das Schreiben, was ihr sicher erwartet zu lesen und was natürlich auch stimmt: das beisammen sein mit meinen Kindern, meine Familie, der Trubel am Frühstückstisch, das Gekuschel am Morgen.
ABER! Wir dürfen folgende Tatsachen bitte nicht außer Acht lassen:
Mein Zuhause ist mein Zuhause weil!
-> ich hier ohne BH herumlaufen kann
-> Die Jogginghose hier meine Alltagshose ist
-> in meinem Kühlschrank immer Notfallschoki liegt
-> und meine Tür jederzeit für jeden Redebedürftigen Menschen, auch ohne BH und mit Jogginghose, offen steht. Dafür ist die Notfallschoki da.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Im Internet und das meist auf dem Handy oder Ipad.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?
Ich habe ein uralten Märchenbuch. Das ist noch von meiner Oma und aus diesem Buch lese ich auch meinen Kindern vor. Am liebsten mag ich Schneeweißchen und Rosenrot.

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Lustig sein, das kann ich.

77. Was für eine Art von Humor hast du?
Ich weiß es nicht. Von flach bis sarkastisch ist alles dabei. Ich kann sehr lustig sein, wenn ich es will. Wenn ich es denn will. Das ist der Punkt. Ich mag mein Lachen nicht sehr gerne und dementsprechend halte ich mich oft zurück.

78. Wie oft treibst du Sport?
Aktuell als Trainerin 5 mal die Woche und ab Donnerstag dann mindestens 7 mal. Dann geht das Training im Fitnessstudio los!

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Ich hoffe jedenfalls das ich einen positiven, bleibenden Eindruck hinterlasse. Ob das wirklich so ist, weiß ich leider nicht.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Meine Liebsten Menschen und die Musik.

Danke noch einmal an Johanna von Pink-e-pank.de für den Start dieser wunderbaren Blogparade.

Ich freue mich schon auf die nächsten 20 Fragen.

Wer bin ich eigentlich? 1000 Fragen an mich selbst – Teil 3

Heute geht es mit den nächsten 20 Fragen und meinen Antworten weiter.
Die Fragen 1 – 20 findet ihr hier.
Die Fragen 21 – 40 könnt ihr hier nachlesen.

Diese Woche erfahrt ihr ob ich meinen Geburtstag immer feier und was ich so riiiichtig gut kann!

Noch schwanger

1000 Fragen an dich selbst – #3 / 41-60


41. Trennst du deinen Müll?
Ja! Schon seit ich denken kann. Wir versuchen zusätzlich Müll zu vermeiden. Obst und Gemüse zB. nicht in Plastik zu verpacken, Stoffwindeln zu nutzen und und und.

42. Warst du gut in der Schule?
Meine Noten waren ganz gut, ja. Nur gab es eine Zeit da nahm ich nicht sehr regelmäßig am Unterricht teil.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?
Nicht sehr lange. Meißt liegt Elise dabei auf dem Duschvorleger – sie liebt die Fußbodenheizung – und ich muss mich dementsprechend beeilen. Wenn Mirko abends da ist, dann nehme ich mir meine 10 Minuten Zeit. Ich bin kein Langduscher, sondern bevorzuge meine Badewanne.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?
Als langjähriger Akte X Fan JA. Ich denke das es irgendetwas da draußen im weiten Universum geben MUSS. Was genau, wer weiß das schon?!

45. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?
In der Woche klingelt der Wecker um 6:15 Uhr. Am Wochenende darf ich meistens ausschlafen.

30. Geburtstag
30 Jahre alt und hochschwanger

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?
Kommt darauf an was man unter feiern versteht. An meinem Geburtstag kommt meine Familie und meine beste Freundin zu Besuch. Wir trinken Kaffee, essen Kuchen und sitzen gemütlich zusammen. Meine Freundinnen lade ich an einem extra Abend ein. Dann sitzen wir an einem Abend auf unserer Terrasse, reden bis es dunkel wird und genießen das Knistern der Feuerschale. Letztes Jahr wurde ich 30 Jahre alt jung. Da Elise ET aber nur 8 Tage später war, gab es keine große Feier. Das holten wir im November nach.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?
3-4 Mal. Früher war es tatsächlich mehr. Aber Facebook ist eben Facebook und nicht Twitter.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?
Unser Badezimmer im Erdgeschoss. Denn da steht meine große Badewanne. Und in dieser kann ich mich tatsächlich zwischendurch in RUHE entspannen und ganz tief durchatmen.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?
Vor 9 Tagen haben wir ein Pferd begrüßt und gestreichelt.

50. Was kannst du richtig gut?
Planen, organisieren, gestalten und umsetzen. Feiern z.B.  Ich habe es geliebt für befreundete werdende Mütter die Baby Partys zu schmeißen oder den Jungesellinnenabschied zu organisieren. Das ist mein Ding! Aber ich kann auch richtig gut singen.

51. Wen hast du das erste Mal geküsst?
Marvin, meinen ersten Freund in der Grundschule. Die erste „Liebe“.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?
Uff. Da gibt es wahnsinnig viele. Ich habe in der Schwangerschaft viele Bücher zum Thema Hypnobirthing gelesen und war total beeindruckt. HypnoBirthing – Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt von Marie F. Mongan fand ich toll und ich bin mir sicher das dieses Buch zu der wunderbaren Geburt von Elise ihren Teil beigetragen hat.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?
Wir heiraten im August. Mein Brautkleid habe ich schon, aber ihr könnt sicher verstehen das ich vorab nichts verraten mag 🙂 Ich liebe mein Kleid. Beim ersten Besuch im Brautmodegeschäft habe ich mich für ein Kleid entschieden, das ich im nachhinein doch nicht mochte. Eine Woche später war ich wieder dort und habe ein anderes Kleid gesehen, anprobiert und mich verliebt. NÄCHSTE WOCHE IST DIE ANPROBE!

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?
Total. Wenn ich alleine bin kann ich zwei Dinge nicht ertragen: Dunkelheit und Stille. Wenn Mirko mal nicht Zuhause sein sollte, muss der TV/das Ipad laufen. Nur dann kann ich einschlafen.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?
Meinen Verlobungsring. Sonst gar nichts. Ohrringe und Ketten werden zur Zeit von Elise sofort unter die Lupe genommen.

56. Mögen Kinder dich?
Ja. Wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre – sonst hätte ich den falschen Beruf 😀

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?
Einmal traurige Filme, weil ich es nicht mag vor anderen zu weinen und dann richtig gruselige Filme, weil ich mir dann die Augen und Ohren zuhalten kann.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?
Das kommt darauf an. Ich verzeihe viele Dinge und bin auch nicht nachtragend. Aber ich hasse es angelogen zu werden. Fremdgehen oder küssen könnte ich auch nicht verzeihen. Niemals.

59. Schläfst du in der Regel gut?
Als Mutter muss man bei der Frage erst einmal laut auflachen. Nein, ich schlafe seit der Geburt von Livi im Oktober 2012 nicht besonders gut, denn sie schläft auch nicht.

Doona+ Babyschale

60. Was ist deine neueste Entdeckung?
Die Doona+ Babyschale. Ich hatte das wahnsinnige Glück diese eine Woche vor Weihnachten zu gewinnen und bin SO SO SO begeistert!!!! Cooles Teil!

 

Danke noch einmal an Johanna von Pink-e-pank.de für den Start dieser wunderbaren Blogparade.

Ich freue mich schon auf die nächsten 20 Fragen.

 

Wer bin ich eigentlich? 1000 Fragen an mich selbst – Teil 2

Heute geht es mit den nächsten 20 Fragen und meinen Antworten weiter. Den ersten Beitrag findet ihr hier.

Ich habe euch letzte Woche schon davon berichtet, das ich nicht nur die 1000 Fragen beantworten werde um mich selbst wieder besser kennenzulernen/neu zu definieren, sondern mich insgesamt auf einen neuen Weg begebe.
So habe ich diese Woche damit angefangen mir mehr Zeit für mich selbst zu nehmen. Das heißt ich habe meinen Kaffee getrunken solange er heiß war, habe in Ruhe geduscht, das Handy auch mal liegen lassen und mir ein Buch genommen und wieder gelesen. Diese winzigen Auszeiten haben mir gefehlt. Selbst 10 Minuten Me-Time am Tag haben mir gereicht um meinen Akku wieder aufzuladen.

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1000 Fragen an dich selbst – #2 / 21-40

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Ich wünschte es wäre anders, aber ja – es ist mir wichtig. Ich möchte das andere sehen und erkennen wer ich wirklich bin und mich nicht im Voraus be- und verurteilen.
22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Ich mag die Abendzeit am liebsten, denn dann sind die Kinder und Mirko Zuhause und wir können Familienzeit genießen. Und wenn die Kinder friedlich schlummern, gibt es Pärchenzeit.

23. Kannst du gut kochen?
Ich glaube ja. Ich KANN es und koche auch gerne. Am liebsten für all meine liebsten. Und dann auch gerne mit Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise. Aber dafür brauche ich dann auch Zeit und Ruhe. Oh! Und das Küche putzen/aufräumen danach, das hasse ich.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?
Eindeutig der Sommer! Ich liebe die Wärme. Ich liebe es Barfuß zu gehen und nur dünne Kleider zu tragen. Aber leider ist nicht jeder Sommer warm.

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25. Wann hast du zuletzt einen Tag überhaupt nichts gemacht?
Ich habe keine Ahnung. Das muss Jahrzehnte her sein.

26. Warst du ein glückliches Kind?
Bis zur Trennung meiner Eltern ja.

27. Kaufst Du oft Blumen?
Im Sommer und Frühling, ja. Im Winter und Herbst stehen hier mehr Kerzen als Blumen herum. Meine Lieblingsblumen sind Gerberas ♥

28. Welchen Traum hast du?
Ich möchte gerne mein eigenes Geschäft eröffnen. Vorne soll ein Familiencafé mit Verkaufsbereich für Tragetücher, Tragehilfen, ökologischer Kleidung, Holzspielzeug (und viele weitere tolle Dinge) entstehen und im zweiten Raum werden dann meine Kurse für Schwangere, Babys, Eltern und Kinder stattfinden. Ich bin bereits mitten in der Planung und kurz davor meinen Traum wahr werden zu lassen.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
8 Wohnungen/Häuser/Doppelhaushälften. Ich hoffe ich habe mich nicht verzählt. Mittlerweile leben wir im Eigenheim und ich hoffe das wir hier niemals ausziehen werden.

30. Welches Laster hast du?
Lustigerweise muss ich da das selbe Antworten, wie Feiersun: Ich trinke zu viel Energy und esse zu viel Süßkram.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
Cody Mcfadyen – Die Stille vor dem Tod

32. Warum hast Du die Frisur, die du jetzt trägst?
Bis zur Hochzeit ist es nicht mehr lange und da möchte ich meine Haare noch etwas „züchten“. Die Brautfrisuren die ich mir wünsche sind mir kürzeren Haaren nicht umzusetzen. Und Farbexperimente will ich auch ungern starten. Mein jetziges blond gefällt mir sehr gut.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
Vor ein paar Tagen hätte ich sicher JA geschrieben. Durch einen lustigen Zufall, kann ich aber jetzt sagen das es nicht so ist. Ich habe vor über einem Jahr meinen Vertrag gekündigt und natürlich nicht daran gedacht das dieser im Januar ausläuft. Ich bin also morgens aufgestanden und konnte weder telefonieren, noch unterwegs ins Internet. Ich war an diesem Tag den ganzen Nachmittag und Abend unterwegs und es hat mich absolut nicht gestört, das ich nun nicht die neusten Tweets oder Bilder sehen kann. Auch am Wochenende lag das Handy dann oft einfach nur herum. Es klingelte oder vibrierte und ich ließ es liegen. Das werde ich in Zukunft beibehalten.

34. Wie viel Geld hast du auf dem Bankkonto?
Das weiß keiner, außer mir. Und das sage ich auch keinem. Aber ich wünschte es wäre mehr! Dann gäbe es tolle Flitterwochen…

35. In welchen Laden gehst Du gern?
Action, Hema und DM. Das sind drei Läden die es hier nicht gibt und für die ich erst einmal ne gute Strecke mit dem Auto fahren muss. Ich bin also kaum da, aber finde es deswegen umso schöner dort mal wieder zu schnüstern.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
Da kommt es drauf an, mit wem ich zu welcher Tages- oder Nachtzeit unterwegs bin. Feiern war ich nun schon seit 1,5 Jahren nicht mehr, aber sollte ich tatsächlich mal an einem Abend mit meinen Freundinnen in der Kneipe sitzen und NICHT fahren müssen, bestelle ich mir gerne ein Bananenweizen oder einen Cocktail. Und sonst einen Latte Macchiato mit Karamell Flavour (ja, sowas gibts hier in den Kneipen die ich betreten würde).

37. Weißt du normalerweise, wann es an der Zeit ist, zu gehen?
Man kann die Frage ja nun unterschiedlich interpretieren. Ich merke schnell wenn eine Party beendet ist (warum auch immer) und gehe. Ich ziehe mich auch zurück wenn ich merke das sich jemand unwohl fühlt und jetzt niemanden in seiner Nähe haben möchte. Wenn ich müde bin, dann gehe ich. Und im Bezug auf den Alkoholpegel: soviel trinke ich schon seit Jahren nicht mehr.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest: mit welcher Tätigkeit?
Ich bin bereits selbstständig. Nicht mit dem Blog oder YouTube, sondern als Elterncoach und prä-und postnatale Fitnesstrainerin. UND ICH LIEBE ES! Ich liebe meinen Beruf und möchte nie wieder etwas anderes machen.

Tragebaby

39. Willst du immer gewinnen?
Nein. Ich habe kein Problem damit zu verlieren und freue mich auch mit den Gewinnern.

40. Gehst du in die Kirche?
Nein. Wobei ich dieses Jahr öfter dort sein werde. Zur Konfirmation meiner Schwester, die Taufe von Elise und unsere kirchliche Trauung.

Danke noch einmal an Johanna von Pink-e-pank.de für den Start dieser wunderbaren Blogparade.

Ich freue mich schon auf die nächsten 20 Fragen.

Wer bin ich eigentlich? 1000 Fragen an mich selbst – Teil 1

Vor 10 Tagen hat Johanna von Pink-e-pank.de  ihre Reise zur Selbstfindung begonnen. Sie war die Erste, die sich das Beilagenheftchen der Flow mit dem Titel „1000 Fragen an dich selbst“  schnappte, lostippte und viele, viele Blogger inspirierte auch einen Selbstversuch zu starten.

Ich habe mir für das Jahr 2018 vorgenommen wieder mehr zu mir selbst zu finden und mein ICH neu zu definieren. Die Schwangerschaft mit Elise und auch die Geburt, haben mich verändert. Ich will nicht länger der Mensch sein, der ich zu sein habe, in dessen Rolle ich gezwungen werde. Nur ich selbst. Einfach nur Tanja. Aber bevor ich anderen zeigen kann, wer ich bin muss ich mich sebst wiederfinden, neu entdecken.
Und so beginne auch ich meine Reise zu mir selbst, mit den 1000 Fragen und meinen 1000 Antworten.
Wer bin ich?

1000 Fragen an dich selbst – #1 / 1-20

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?
    An diesem Wochenende. Ich habe mit Baby in der Tragehilfe das Teenie Zimmer tapeziert. Mustertapeten from hell!
  2. Mit wem verstehst du dich am besten?
    Mit meinen besten Freundinnen, Maren und Sarah.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?
    Hausarbeit. Ich meine nicht den wöchentlichen Großputz, sondern dieses nachputzen und aufräumen für anstehenden Besuch. Bloß alles ordentlich machen, damit es nichts zu meckern gibt.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
    Livi (5) erfindet immer wieder neue, kleine Witze und lacht sich beim erzählen selbst total schlapp. Da muss auch ich laut lachen.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
    JA! Mir wurde als Kind eingetrichtert das es heißt schwach zu sein, wenn man weint. Wenn man im Beisein von anderen weint, gibt man diese Schwäche zu. Mir wurde schon oft weh getan, mein Vertrauen und meine Freundschaft missbraucht. Mir fällt es also allgemein schwer mich anderen gegenüber zu öffnen und Gefühle zuzulassen.
  6. Woraus besteht dein Frühstück?
    Zur Zeit aus griechischen Joghurt mit frischen Obst, Chiasamen und Dinkelflocken oder einem Smoothie. Ich möchte wieder gesünder leben. Aber auf meinen Kaffee kann ich morgens nicht verzichten.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
    Meinem Baby.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?
    Wir sind uns wahnsinnig ähnlich. Wir sind beide absolute Sturrköpfe und lieben die gleichen Bücher. Äußerlich ähneln wir uns auch.
  9. Was machst du morgens als erstes?
    In der Woche: Leise durch das Schlafzimmer, den Flur und in die Küche schleichen um dort meine Tabletten zu nehmen.
    Am Wochenende: Im Schlafanzug an den Küchentisch setzen, Tabletten nehmen und frühstücken.
  10. Kannst du gut vorlesen?
    Ja sogar sehr gut! Ich gebe mir immer sehr viel Mühe jeder Figur in den Geschichten eine eigene Stimme zu geben, mache Pausen und versuche die Stimmung der Geschichte richtig aufzugreifen.
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
    Sehr lange. Ich glaube ich war 7 oder 8? Jahre alt. In der Schule haben alle anderen Kinder schon gesagt den Weihnachtsmann gibt es nicht. Ich habe immer lautstark gesagt: DOOOHOOCH! Der kommt JEDES JAHR zu mir und besucht mich.
    Das war auch so. Der Weihnachtsmann kam jedes Jahr und brachte mir persönlich die Geschenke. Ich fand das immer so toll und der Weihnachtsmann, der eigentlich mein Patenonkel war, hat das soooo gut gemacht das ich nie auf die Idee gekommen bin, er wäre nur verkleidet. Mit 7/8 rief der Weihnachtsmann mich dann aber auf dem Haustelefon an und sagte mir, er würde jetzt nicht mehr kommen weil ich schon so alt bin und es soooooo viele Kinder gibt, die er noch besuchen muss. Da war es dann vorbei. Ab dem Moment habe ich nicht mehr an ihn geglaubt.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?
    Ein Kleid in Größe 38, das dann auch passen sollte.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
    Ich wäre gerne ein glücklicher Mensch.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
    Im TV schaue ich kaum Serien/Sendungen an. Ich mag Greys Anatomy, The Walking Dead, Game of Thrones – aber alles auf Englisch.
    Aber bald geht IBES wieder los. Das werde ich mich ansehen.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
    Sommer 2016 im Heide Park Soltau. Mit meinen Kindern und meiner Schwester.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden?
    Wenn ich gesund bin, es meinen Kindern gut geht und ich wirklich glücklich bin, dann würde ich gerne 94 Jahre alt werden. Sonst bitte nicht. Deswegen habe ich auch eine Patientenverfügung.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
    An die vielen Kurzurlaube in Berlin, die Sommer auf Kos – Rhodos – Kreta, die Rundreisen durch Dänemark mit dem Wohnmobil (Nordküste hoch, Ostküste runter). Mir fehlt das Reisen sehr.
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
    Wie ein Messerstich. Eine Wunde, die mich innerlich zerreißt und mir Wunden zufügt die keiner sehen kann, die aber da sind und gegen die kein Schmerzmittel helfen kann.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen?
    Früher habe ich mich immer gefragt, wieso zur Hölle meine Eltern mich Tanja Kathrin (ja nun kennt ihr meinen Zwischennamen) genannt haben und nicht Tatjana Katharina. Ich fand zweites immer viel edler. Heute mag ich meinen Vornamen. Für den Zwischennamen interessiert sich ja sowieso niemand. Und mein Nachname? Der ändert sich Gott sei Dank bald. Denn den hasse ich.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
    Das alles aufzuzählen wäre zuviel. Ich zweifel täglich an mir. An mir selbst und allen Entscheidungen die ich treffe oder treffen werde. Mein Selbstbewusstsein ist zur Zeit im Keller.

JesS von feiersun.de, Tanja von Rougerepertoire.de, Alu von grossekoepfe.de, Mamamaus.de, Betti von fruehesvogerl.de, Perlenmama.de, Dani von gluckeundso.de oder Yasmin von dierabenmutti.de – sie alle und noch viele mehr haben mitgemacht, die Fragen beantwortet und uns an ihren Antworten teilhaben lassen und auch mich inspiriert mitzumachen.

Bald geht es weiter mit den nächsten 20 Fragen.

Tanja

Familienbett – Liebe auf den 2. Blick

Ich weiß nicht ob ihr meinen alten Blog kennt oder meine älteren Beiträge hier schon gelesen habt, aber Schlaf war seit der Geburt von Olivia 2012 ein großes Thema.
Sie schlief die ersten 6 Monate ganz normal – was auch immer normal bedeutet. Sie wurde natürlich nachts wach und hatte Hunger, aber hey! So sind Babys und ich hatte damit absolut kein Problem.

img-20150125-wa0005Vor dem Familienbett

Mit ca. 6 Monaten wurde sie um ersten Mal krank und litt seitdem unter chronischer Bronchitis. Unsere Nächte waren schrecklich.
Die nächsten 2 Jahre schlief sie nachts höchstens 20 Minuten am Stück. Einschlafen war schier unmöglich. Sie hat so lange geschrien, bis sie brechen musste.
Ich habe wirklich ALLES versucht. ALLES. Nichts hat funktioniert. Ich fand mich irgendwann damit ab, nachts nur noch 2 Stunden Schlaf zu bekommen.
Alles = neues Bett, neue Matratze, Schreiambulanz, Einschlafkräutertee, Wasseradern gesucht, Homöopathie, sämtliche Einschlafrituale (außer schreien lassen), auspowern vor dem zu bettgehen – ich könnte die Liste noch stundenlang weiter schreiben.


Resignation

Wir haben abends versucht sie in ihr Bett (stand in meinem Schlafzimmer) zu legen. Konnte sie nicht einschlafen, haben wir sie rausgeholt. Es war eine Art selbstbestimmtes Einschlafen. Das Einschlafen klappte aber nur in unserer Gegenwart. Damit sie ihr eigenes Zimmer bekommt, haben wir auf dem Sofa geschlafen. Nein, es war kein Schlafsofa und bequem war es auch nicht wirklich. Außerdem endeten wir meist zu dritt auf eben dieser Couch.

Das erste eigene ZimmerUmzug ins Eigenheim

Als wir endlich ein großes Haus gefunden haben und umgezogen sind, bekam sie ein tolles, großes Zimmer. Nur für sich alleine. Ohne unser Elternbett und Kleiderschrank. Die ersten Wochen waren Okay. Sie schlief gut ein, kam nachts aber meist zu uns rüber. Das Familienbett war zu dem Zeitpunkt für uns aber absolut kein Thema. Uns wurde sooft gesagt sie MÜSSE in ihrem Bett schlafen und wir dachten, unsere „Zweisamkeit“ hätte mit dem Familienbett ein jähes Ende.

 

klein, aber fein.Die Entscheidung für das Familienbett

Unser Bett ist 1,80 m x 2,00 m. Nicht gerade groß, wenn man bedenkt das drei Personen – die alle nachts ihre Freiheiten brauchen – dort ihren erholsamen Schlaf finden sollen. Olivia schläft normalerweise sehr unruhig. Seitdem wir aber alle zusammen im Familienbett schlafen, ist es besser geworden.
Wir haben beide sehr schnell festgestellt das die Nächte für uns alle viel entspannter sind, wenn wir die kleine Maus bei uns schlafen lassen. Ich war so wütend auf mich selbst, das ich nicht von Anfang an auf mein Herz gehört habe und sie einfach bei uns schlafen lassen habe. Wieviele unruhige Nächte, wieviele Tränen hätte uns das erspart!!! Es gibt keine Tränen mehr beim Zubettgehen. Wir haben unser festes Ritual, das sich nur durch die Geburt von Elise ganz leicht geändert hat.
Mittlerweile schläft sie – ganz selbstbestimmt – in ihrem Bett ein und kommt sobald sie wach wird zu uns ins Bett. Ganz oft liegen wir alle 4 schon um 21 Uhr gemeinsam im Bett und sie schnarcht nach kurzer Zeit mit Mirko um die Wette. Sie braucht unsere Nähe. Ohne den Körperkontakt KANN sie (bis auf wenige Ausnahmefälle) nicht einschlafen. Sie muss wissen das wir da sind, eine Hand halten oder Mirko schnarchen hören. Und wisst ihr was? Das ist okay.

Fehlende Zweisamkeit beim Familienbett?

Die Ängste haben sich natürlich nicht bestätigt. Denn nach der Entscheidung FÜR unser Familienbett bin ich schwanger geworden. Tatsächlich haben wir jetzt sogar viel mehr Zeit für uns als Paar. Und Hey! Sex beschränkt sich ja nicht nur aufs Bett 😉

 

Baby EliseFamilienbett mit Baby

Zu Beginn der Schwangerschaft mit Elise kam uns kurzzeitig der Gedanke, wie es nach der Geburt wohl sein wird, zu viert im 1,80 x 2,00m Familienbett. Wird Olivia wach, wenn die kleine nachts gestillt werden will? Haben wir dann nicht nur ein frisch geschlüpftes Baby das gefüttert werden will, sondern auch ein plötzlich hellwaches Kleinkind? Pustekuchen! Olivia lässt sich nachts nicht stören. Seit der Geburt von Elise bewegt sie sich im Schlaf auch kaum noch. Sie schläft wahnsinnig ruhig und hört nachts absolut gar nichts. Das nächtliche stillen, wenn die kleine Maus ihre MILCH MILCH MILCH MILCH Sirene startete, war kein Problem. Elise schläft übrigens seit sie 7 Wochen alt ist nachts durch. Ich sag euch: Das ist der Himmel auf Erden!!!!

Ich wünschte, wir hätten nicht auf selbsternannte „Schlafexperten“ und Ärzte gehört, die uns immer wieder ins Ohr legten, das Olivia in ihrem Bett schlafen MUSS.
Unser Familienbett ist bisher zwar noch klein, aber wir bauen bald an und sind froh einen Weg aus der „Schlafhölle“ gefunden zu haben.

Die „Ich bin immer für dich da!“ Lüge

Ich bin mir sicher, das viele von euch diesen Satz schon einmal gesagt oder gehört haben:

„Ich bin immer für dich da“  am besten noch gepaart mit einem „Egal was los ist“ oder „zu jeder Tages- und Nachtzeit!“


Aber seid ihr das wirklich? Was ist, wenn euch die Person, der ihr diesen Satz gesagt habt, dann WIRKLICH um Hilfe bittet?! Seid ihr dann da? Helft ihr?!
Lass mich raten. Du denkst jetzt: SELBSTVERSTÄNDLICH!!!
Genau das sagt mir mein Kopf und mein Herz nämlich auch. Selbstverständlich bin ich für die Person da – immerhin sagt man so etwas nicht zu einem Menschen, der einem NICHT wichtig ist, oder?!

Wenn mir jemand schreibt das er mich braucht, mich jemand anruft oder vor mir steht, dann bin ich da. Ich VERSUCHE zu helfen, so gut ich es kann. Nicht immer kann man so sehr helfen wie man gerne möchte, aber man ist zu mindestens da. Und alleine das dort sein und zur Seite stehen, hilft meist schon sehr.
Ich bin kein Mensch der gerne um Hilfe bittet. Wenn ich jetzt schreibe das es mir schwer fällt zu sagen: Ich brauche Hilfe – ist das noch untertrieben. Ich bin sehr ehrgeizig und habe schon immer das Gefühl gehabt: wer um Hilfe bittet ist schwach. Natürlich weiß ich das es nicht so ist – aber sagt das mal meinem Kopf. Der Schaltet immer dazwischen und ruft: RÜÜÜCKZUG! Da musst du alleine durch!!! Hilfe gibt es für DICH nicht.

Vor einiger Zeit kam dann aber der Tag, an dem ich es tatsächlich schaffte meinen Kopf auszuschalten und mich zu überwinden um Hilfe zu bitten und zwar einen „Ich bin immer für dich da“-Freund.
Ich schrieb der Person eine Nachricht: ich brauche dich.

Und es kam nichts. Keine Reaktion, gar nichts. Meine Nachricht wurde gelesen, aber gekonnt ignoriert und dann wurde ganz schnell das Thema gewechselt. Das war wie ein Schlag ins Gesicht für mich, denn wie oben bereits geschrieben, war dieser Schritt für mich, alles andere als einfach.
„Das ist kein wahrer Freund“ – denkt ihr jetzt sicher, aber dem kann ich so nicht zustimmen. Eigentlich (ja dieses böse Wort Eigentlich) dachte oder denke?! ich das die Person und mich sogar mehr als eine „normale Freundschaft“ verbindet.
„Ein wahrer Freund hätte wenigstens gefragt, was los ist.“, da stimme ich zu.
Auch wenn ich, wie ein Ritter auf seinem Roß, sofort zur Hilfe geeilt wäre, heißt das nicht, das ich das auch von anderen erwarten kann. Aber ein „was ist denn los?“, wäre nicht zuviel verlangt, oder?! Es kann natürlich sein, das der Zeitpunkt gerade unpassend war, das es der Person selbst nicht gut geht. Aber ich hätte mir gewünscht das mir mein „Ich bin immer für dich da“-Freund wenigstens zuhört…

Ich habe also zum ersten Mal um Hilfe gebeten und wurde ignoriert. Mein Kopf schaltet sich sofort wieder ein und schreit laut: SIEHST DU!!! Dir KANN und WILL KEINER helfen! Lass es sein. Deine Probleme und deine Sorgen bleiben deine.
Mein Herz zieht sich zusammen und schließt sich ein. Tränen, die man zusammen geweint hätte, weinte ich allein.

Regenpfütze
Quelle: pixabay.com

Darum möchte ich euch bitten:
Überlegt euch gut ob ihr es wirklich so meint. Sagt nie zu jemanden

„Ich bin immer für dich da!“

wenn ihr es nicht auch 100%ig meint. Eines Tages oder Nachts könnte die Person euch brauchen, euch um Hilfe bitten. Ihr wisst nie, was hinter dem „ich brauche dich“ steckt.

Lasst die Person nicht alleine im Regen stehen. Haltet den Schirm und hört ihr zu.

Geburtsbericht Elise *27.07.2017 – mein VBAC

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Babybauch Ssw. 40+0

Da ist er, der 25.07. 2017, der errechnete Geburtstermin. Unser Baby ist noch immer nicht da, aber die Geburtsgeschichte beginnt schon jetzt.

Dienstag, der 25.07.2017
Ich habe bereits früh am morgen einen Termin in meiner Wunschklinik. Dort angekommen werde ich erstmal ans CTG angeschlossen. Wehen? Ne, nix. Danach müssen wir lange warten. Sehr lange. Ich bin wahnsinnig nervös, weil ich weiß das heute unsere Deadline endet. Übertragen soll ich mit der Kaiserschnittnarbe und der gespaltenen Plazenta nicht.
Der Arzt untersucht mich und spricht mit mir lange über den nächsten Schritt. Er empfiehlt mir, nicht länger zu warten. Ob ich eventuell doch einen Kaiserschnitt möchte? NIEMALS! Also einleiten? Ich bin mir nicht sicher. Aber was bleibt mir anderes übrig?! Bei Olivia ging das Einleiten der Geburt schief.  Kurzfassung: Bei ET +10 wurde die Einleitung mit Tabletten begonnen…5 Tage später kam sie zur Welt. Nach 3 Stunden Presswehen und einem Kopf der immer wieder zurück rutschte, wurde ein Notkaiserschnitt gemacht. Mehr möchte ich dazu gerade gar nicht schreiben, denn das würde den Rahmen sprengen. Die Erinnerung an die Geburt, schmerzt. Und auch die Angst vor einer weiteren Einleitung. Ich habe Angst das ich wieder tagelang Wehen habe und es WIEDER im Kaiserschnitt endet.
Der Arzt spricht mir Mut zu. Der Muttermund ist geöffnet und die Kleine ist eigentlich schon startklar. Es fehlt nur ein kleiner Anschupser – ich schaffe das! Und Tabletten – die gibt es hier sowieso nicht mehr.
Ich soll am nächsten Tag um 8:30 Uhr im Kreißsaal anrufen und fragen, wie voll es ist und ob ich zur Einleitung kommen darf.  Wenn zuviel los ist, soll ich am 27.07. gleich morgens vorbei kommen. Okay…Die Kliniktasche wird nochmal gepackt, die Kreißsaaltasche überdacht.

26.07.2017
Wir bringen Olivia zum Kindergarten. Zuhause rufe ich im Kreißsaal an und frage nach. Antwort der Hebamme: „Sie können kommen. Hier ist alles ruhig.“ Es geht also tatsächlich los! Meine Oma holt sie später von dort ab und mein Vater betreut meine Große nach der Schule. Im Kreißsaal angekommen, werden wir super freundlich empfangen. Erst wird ein CTG geschrieben, dann werde ich von der Ärztin untersucht und sie legt mir den Zugang. Sie sagt sie würde die Geburt gerne mit Gel einleiten, nicht mit einem Tropf. Der Tropf ist zu riskant für die Narbe. Ok. Dann Gel.
Als ich wieder auf dem Kreißsaal-Bett liege, bekomme ich die kleinste Dosis Gel. Gespürt habe ich davon nichts. Es war absolut nicht unangenehm! Blöd ist nur, das ich jetzt 1 Stunde am CTG liegen muss.

Das was jetzt passiert, benötigt einen extra Absatz, denn wenn ich daran denke, kommen mir noch immer die Tränen:
Die Hebamme kommt wieder herein. Sie setzt sich zu uns und fragt mich wie es mir geht. Wir reden über die Einleitung und dann sagt sie folgendes:
Ich habe mir den Geburtsbericht deiner Tochter Olivia nochmal ganz genau durchgelesen. Damals lief ja einiges schief. Ich kann mir gut vorstellen, das du das Geburtstrauma der Einleitung noch nicht ganz überwunden hast. Wir und vor allem ich – werden alles tun was möglich ist, damit das NICHT wieder passiert. Wenn du nicht in den selben Kreißsaal möchtest wie damals, dann brauchst du das nicht! Dann „reservieren“ wir dir einen anderen. Und wenn du nicht willst das ich dein Baby entbinde, weil ich damals bei Olivia dabei war, dann ist das auch Okay. Dann gehe ich. Egal was sein sollte, sprich mit uns, sag uns was los ist. Wir schaffen das!

Selbst jetzt beim Schreiben kullern mir noch die Tränen herunter. Ich hab mich wahnsinnig wohl gefühlt und gehofft das SIE, diese Hebamme, mich die ganze Geburt über begleiten wird. Bitte Baby, beeile dich!

Das Gel wirkt sehr schnell. Ich spüre die Wehen und sehe sie auch auf dem CTG. Wow, wird die Einleitung jetzt wirklich so fix gehen?! Kommt unsere Maus jetzt bald zur Welt?!

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Eis im Krankenhaus Café

Wir gehen spazieren und gönnen uns im Krankenhaus Kiosk/Café ein Eis 😀
Mir geht es gut. Die Wehen spüre ich zwar, sie sind aber noch nicht schmerzhaft. Ich habe nur wenigen Menschen erzählt, das heute die Einleitung startet und die kleine Maus (hoffentlich schnell) zur Welt kommt. Ich möchte nicht tausendmal gefragt werden: ….und? Schon da? Wie siehts aus? Was ist los?
Die „Elite“ die Bescheid weiß, bekommt von mir regelmäßig Updates per WhatsApp 🙂

Um 14:00 Uhr geht es wieder in den Kreißsaal. Die Wehen werden stärker und regelmäßiger. Am Muttermund tut sich jedoch nichts. Wir gehen auf mein Zimmer (das ich mittlerweile bezogen habe und mir mit einer frisch gebackenen Mami teile). Da die Schmerzen sich noch in Grenzen halten, fange ich an mein neues Buch zu lesen: Die Tore der Welt von Ken Follett. Das Buch hat 1294 Seiten. Für eine lange Geburtsreise bin ich also gewappnet. Am Ende habe ich übrigens 288 Seiten lesen können 🙂
Am Abend schaut noch meine zukünftige Schwiegermutter vorbei. Wir trinken zusammen noch etwas auf der Terasse des Cafés und genießen die Sonnenstrahlen. Mittlerweile werden die Schmerzen auch stärker und ich muss doch zwischendurch das Gespräch unterbrechen und in Ruhe atmen.
Um 19 Uhr geht es wieder in den Kreißsaal. Leider hat sich auch jetzt überhaupt nichts am Muttermund getan Ich bin wahnsinnig frustriert…Und dann sagt die diensthabende Hebamme: Sie bekommen jetzt was gegen die Schmerzen (Buscopan Zäpfchen) und dann können sie schlafen gehen. Morgen machen wir weiter.
In mir kommt die Panik hoch. Ich fange an zu weinen. Ganz genauso war es bei Olivia. Jeden Abend habe ich etwas „gegen die Wehen“ bekommen (damals jedoch nicht nur buscopan sondern Wehenhemmer) und alles war wider ruhig, bis die Prozedur am nächsten Tag von vorne los ging. 5 tage lang!!! Ich habe Angst, ich will das einfach nicht. Und deshalb sage ich mir: Kommt mein baby nicht bis Freitag abend auf die Welt, lasse ich mich aufschneiden. Nochmal halte ich das nicht aus. (Genau das habe ich einen Tag zuvor auch mit dem Arzt besprochen).

Mirko fuhr um 19 Uhr nach Hause um Kraft für den nächsten Tag zu tanken.
An Schlaf war in dieser Nacht überhaupt nicht zu denken. Das Baby neben mir weinte und weinte und weinte. Die Mama war überfordert, traurig und hatte Stillprobleme. Die Nachtschwestern waren nur zu 2. und hatten eine überfüllte Wochenbettstation. Kleine Anmerkung: Die Mama bei mir im Zimmer hat sich immer wieder entschuldigt. Ich bin ihr natürlich !!! ÜBERHAUPT nicht böse. Der kleine Mensch ist gerade erst geboren und Babys weinen nun einmal :). Und die Wehen? Die sind gleichstark geblieben. Alle 5 Minuten wurde ich von den Wehen geweckt. Ich habe in der Nacht ganze 20 Minuten geschlafen. Ich hab mir immer wieder gesagt: Morgen bekommst du die doppelte Ladung Gel – dann geht es RICHTIG los. Das hat mich motiviert und mir Kraft gegeben.

27.07.2017
Mirko kommt um 8:30 Uhr ins Krankenhaus, kurz zuvor hat sich auf dem Klo bei mir der Propfen gelöst und wir werden von der Hebamme abgeholt und in de Kreißsaal begleitet. Die Ärztin, nicht die gleiche vom Vortag, entscheidet das wir die gleiche Dosis Gel bekommen, da diese ja gewirkt hätte. Die Wehen sind seit 5 Uhr morgens wieder weg.Und so bekomme ich wieder die kleinste Dosis. Die Wehen in der Nacht hatten leider auch absolut keine Auswirkung auf meinen Muttermund.
Während wir wieder 1 Stunde am CTG hängen, kommt die Hebamme herein und stellt sich vor. Ich sage ihr das ich mich nur noch bis heute Abend einleiten lassen werde und sonst einen Kaiserschnitt will.
Sie fragt was der Doktor dazu sagt, ich antworte der versteht und respektiert meinen Wunsch, aufgrund meiner Vorgeschichte.
Sie antwortet: die Einleitung kann ruhig 4-5 Tage dauern. Ist ja nicht schlimm.
Mir kommen wieder die Tränen. Ich will die Hebamme von gestern wieder! Und ich will ENDLICH mein Baby im Arm halten…Ich will keinen Tag länger einleiten und auch nicht noch so eine kurze wehennacht erleben. Ich will presswehen – JETZT!!!
Wir gehen wieder auf unser Zimmer.
Das Gel wirkt, genauso wie am Vortag, wahnsinnig schnell.Die Wehen kommen innerhalb von 10 Minuten (nachdem das Gel gelegt wurde) im 5 Minuten Abstand. Der Schmerz ist noch auszuhalten, deswegen schreibe ich in unseren Whats-App-Familienchat (Mitglieder sind nur meine Oma, Mama, meine Schwester und meine Große) das ich die Kinder vermisse und sie mich besuchen kommen können wenn sie möchten.
Um 12:30 Uhr werden die Schmerzen doch stärker. Ich muss bei jeder Wehe aufstehen und sie veratmen. Sitzen oder liegen geht überhaupt nicht. Ich schreibe schnell eine weitere WhatsApp Nachricht, das sie doch nicht kommen sollten.
Wir gehen zur Kontrolle wieder in den Kreißsaal – jetzt aber ohne Buch, lesen ist unmöglich. Das CTG zeigt tolle, starke Wellen. Ich bekomme einen Buscopan Tropf um zu entspannen. Auf dem Bett liegen, während des CTGs, ist übrigens nicht möglich. Ich hänge mehr oder weniger im Sessel und versuche ruhig zu atmen.
Da kommt die Hebamme plötzlich rein und sagt meine Mutter steht vor der Tür. Die hatte die 2. WhatsApp Nachricht gar nicht gelesen und ist deswegen nach der Arbeit gleich zum Krankenhaus gefahren. Nicht schlimm, sie darf natürlich reinkommen. Meine Mutter war bei der Geburt von Nelia UND Olivia dabei, es fühlt sich für mich richtig an das sie genau jetzt da ist. Wir unterhalten uns und ich unterbreche immer wieder das Gespräch um aufzustehen, die Hüften zu kreisen und schön zu meinem Baby zu atmen. Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 die heftigen Schmerzen kurz vor der Geburt sind (alle Mütter wissen jetzt ganz genau was ich meine), lagen wir jetzt gefühlt bei 4. Der Tropf ist durch, die Hebamme kommt rein und sagt das sie den Muttermund jetzt nicht untersucht, weil mich das ganze nur verunsichern würde.
Sie macht mir ein Körnerkissen warm, das ich hinten in meine schöne Umstands-Jogginghose stopfen kann. Das hilft gegen die Rückenschmerzen (ich hatte die Wehen IMMER im Rücken. Auch schon bei den anderen Geburten).
Also gehen wir wieder ins Café. Der Weg dorthin ist aber gar nicht so leicht. Ich muss immer wieder stehen bleiben. Ich schließe jedes Mal die Augen und blende alles und jeden um mich herum aus. Ich kreise die Hüften und atme ganz entspannt. Meine Mutter und Mirko trinken einen Kaffee und ich eine Apfelschorle. Aber auch im Café muss ich alle 3 Minuten aufstehen. Sitzen kann ich nur in den Wehenpausen.  Mama kommt noch mit hoch in den Kreißsaal. Sie fährt am nächsten morgen mit ihren Freundinnen für 3 Tage nach Amsterdam und sagt deswegen zu meinem Bauch: Kleine Maus, komm doch bitte raus, damit deine Oma dich heute Abend noch kennenlernen kann!!! Wir ALLE wollen dich endlich kennenlernen.
Und dann geht sie. Ich bin traurig als sie geht. Es fühlt sich komisch an, sie nicht mehr dabei zu haben. Sie stand mir bei Nelias Geburt 3 Tage zur Seite. Sie hat sie als erstes aus unserer Familie gesehen. Meine Mama war es, die die 5 Tage der Einleitung von Olivia jeden Tag neben mir saß, von morgens bis abends. Sie hatte Olivia als erstes auf dem Arm, als sie vom OP in den Kreißsaal gebracht wurde. Es fühlte sich komisch an, das es jetzt durchaus passieren kann, das sie zum Zeitpunkt der Geburt in einem anderen Land ist und ihr Enkelkind erst nach 3 Tagen sehen kann….
Wir gingen wieder auf mein Zimmer. Ich konnte mittlerweile gar nicht mehr sitzen und hatte das Buch schon längst im Schrank verstaucht. Die Schmerzen waren immer noch auf Punkt 4 der Richterskala. Meine Bettnachbarin sagte mir, das es ihr wahnsinnig leid tut, das nichts unternommen wird und das es nicht vorran geht und vor allem, das ich wegen ihrem kleinen so wenig Schlaf bekommen habe. Ich habe ihr aber immer wieder gesagt, das mich das nicht gestört hat 🙂
Um 15:00 Uhr sagte mein Körper mir, das es Zeit ist in den Kreißsaal zu gehen. Ich wurde untersucht und SIEHE DA! Es hat sich minimal etwas am Muttermund getan. Kein Grund jetzt sofort die Kreißsaaltasche zu holen, aber HEY!!!! Es geht jetzt wirklich los! Die Geburt startet.
Natürlich war die Geburt schon in Gange, aber erst diese Nachricht hat in mir die Blockade gelöst.

Meine Hebamme hat jetzt wieder Dienst, die Hebamme von gestern. Ich bin wahnsinnig glücklich sie zu sehen. Sie macht mir regelmäßig das Körnerkissen warm. Beim CTG schreiben lege ich mich ganz schräg in den Stuhl. Normal sitzen, geht nicht und zum Stehen bin ich zu müde. Ich schlafe in den Wehenpausen immer wieder ein. Die Hebamme erklärt Mirko leise im Hintergrund, das mein Körper (und ich) uns jetzt auf die bevorstehende Geburt vorbereiten. Wir tanken Kraft. Lange halte ich es aber nicht im sitzen aus. Ich frage, ob ich etwas gegen die Schmerzen bekommen kann.
Mirko ist die ganze Zeit über bei mir, reicht mir mein Trinken und hört mir zu. Er tut alles was er kann, respektiert aber meinen Wunsch nicht angefasst zu werden. Ich habe ihm bereits im Vorfeld gesagt das ich das unter den Wehen nicht kann und nicht mag. Aber er ist da. Er ist stark und hält alles aus. Vorher war er sich nicht sicher ob er es schafft den gesamten Zeitraum der Geburt beizuwohnen. Deswegen stand meine Freundin Sarah auf Abruf. Als es dann aber los ging, hatte er keine Zeit mehr nachzudenken, das hatten wir beide nicht. DENN!

Der Schmerztropf war noch gar nicht ganz angeschlossen, da schreibe ich meinen Freuden und meiner Familie auf WhatsApp noch schnell eine Nachricht:

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Screenshot vom Gespräch mit meiner Freundin

Das Handy kommt weg und ich bitte Mirko, mir meinen warmen Tee zu reichen. Ich trinke tatsächlich einen Schluck und sage ihm das wir bald die Kreißsaal Tasche rüberholen können und die Kamera. Ich möchte mich umziehen und mein „Geburts-Outfit“ anziehen. Dann kommt die nächste Wehe.

Ich stehe auf, hänge mich ins Tragetuch das von der Decke hängt und Kreise mein Becken. Ich muss oooordentlich atmen. Das ist keine 4 mehr. Wir sind jetzt bei 6. Und dann passiert es. Ich höre es knacken. In dem Moment wo ich mich frage, was hier so geknackt hat, läuft es schon los. Meine Fruchtblase ist geplatzt. Nicht nur das Fruchtwasser läuft, sondern auch meine Tränen. Das war mit der emotionalste Moment der ganzen Geburt für mich. Bisher wusste ich nicht wie es ist wenn die Fruchtblase platzt. Bei den Großen wurde sie geöffnet. Und jetzt ist sie geplatzt. Jetzt geht es wirklich los. Ich werde mein Baby zur Welt bringen. vielleicht sogar heute noch. Der Gedanke ist einfach wahnsinnig schön. Ja, auch jetzt kommen mir wieder die Tränen.

Mirko öffnet die Tür und sagt der Hebamme (Nummer2, nicht meine) Bescheid. Die ruft ihrer Kollegin zu das meine Fruchtblase geplatzt ist und dann tönt es laut durch den Kreißsaal:
YEEEEEEESSSSSSSS!!!!!!!
„Meine“ Hebamme freut sich genauso wie ich!!!

Während ich noch weinend am Tuch hänge und schon die nächste Wehe veratme, zieht sie mich aus.  Die Hose, Socken und Latschen kommen weg. Die sind eh klitschenass. Sie hilft mir aufs Bett, denn sie will den Muttermund jetzt untersuchen. Ich halte die Zeit auf dem Bett kaum aus. Aber!!! MUTTERMUND BEI 6 CM!!!!
Wow!!! Ich springe förmlich vom Bett und hänge mich wieder ans Seil. Und dann geht es los. Die Schmerzen steigen von jetzt auf gleich auf 10 der Skala. Meine Beine zittern und aus dem leisen Atmen, wird ein lautes tönen. Was zur Hölle ist das!!! Wir sind doch erst bei 6 cm!!!!
Die Hebamme entfernt den Tropf, der hat sowieso nichts mehr gebracht und hält das CTG an meinen Bauch. Sie erklärt uns das die kleine Maus jetzt mit ihrem Kopf den Muttermund mit Gewalt aufdrückt. Achso, deswegen diese höllischen Schmerzen. Sie sagt, sie geht kurz raus und wir sollen sofort Bescheid sagen wenn ich Druck verspühre. HAAAALLLT!!! Ich sage sofort: HIERBLEIBEN!, denn ich kann mich nicht mehr auf den Beinen halten. Denn der Druck ist schon da. Ich spüre, ich muss pressen.
Ich sage das ich NICHT aufs Bett kann und dann lenkt sie uns in die für mich perfekte Geburtsposition. Sie schmeißt die Matte auf den Boden, setzt Mirko auf den Hocker und setzt mich im Vierfüßler davor. Ich hänge mit dem Oberkörper zwischen seinen Beinen. Schwer zu bescheiben – aber ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Der Schmerz der Wehen ist unfassbar stark. Ich sage das ich das nicht schaffe, das es so weh tut. Ich schreie den Schmerz heraus und weine. Aber gleichzeitig schaffe ich es trotzdem noch mein Becken zu kreisen und der Maus beim Weg hinaus zu helfen. Die Hebamme dehnt mich währenddessen, das bekomme ich jedoch nur halb mit. Die Ärztin kommt herein als ich bereits am pressen bin.
Ich spüre bei jeder Presswehe, wie ihr Kopf tiefer rutscht. Ich weiß, gleich ist sie da. Der Gedanke gibt mir wahnsinnige Kraft.
Die Hebamme sagt: Noch einmal, dann ist der Kopf da. DU SCHAFFST DAS!!!!!
Und ich presse, beiße dabei in Mirkos Hose. Dem Himmel se dank sitzt er SO BREITBEINIG da, das ich nur in den Stoff beiße und nicht äh – ihr wisst schon 😀  und da ist er. Der Körper kommt so mit und ich höre nur wie die Hebamme sagt: Du musst sie nehmen. Ich sitze voll (zur Ärztin gewandt – warum erkläre ich gleich).
Und dann ist sie da. Mein Mädchen. Sie liegt zwischen meinen Beinen und schreit mich an. Ich frage ganz vorsichtig ob ich sie hochnehmen darf.  – ja natürlich –
Und dann nehme ich sie hoch, drücke sie an mich und bin einfach nur überwältigt. Ich habe es geschafft. Ich habe mein Kind auf die Welt gebracht. Ich, ganz allein. Ohne PDA, ohne Kaiserschnitt. Mein Körper hat es geschafft.
Ich schaue Mirko an und sage: wir haben es geschafft. Unser Baby ist da.

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Elise wurde um 16:30 Uhr geboren, 15 Minuten nachdem die Fruchtblase geplatzt ist.
Sie wiegt 3415 Gramm und ist 52 cm groß. Ihr Kopfumfang beträgt 36 cm.


Die Hebamme und Mirko helfen mir auf und bringen mich aufs Bett. Als ich aufstehe, verliere ich viel Blut. Ganz viel Blut….Aber die Hebamme beruhigt mich schnell. Wenn man so kurz nach der Geburt aufsteht, ist es normal soviel Blut zu verlieren.
Auf dem Bett darf ich mit meiner kleinen kuscheln. Viele Bilder von der Geburtsphase gibt es nicht. Unsere Kreißsaal Tasche lag noch im Zimmer – die Kamera auch. Außerdem ging es am Ende so wahnsinnig schnell, das gar keine Zeit mehr blieb nachzudenken oder die Tasche zu holen 🙂
Die Plazenta kam mit einmal pressen super leicht heraus. Ich sage nochmal das ich die gespaltene Plazenta habe – aber das brauch ich nicht, denn das sieht man bereits.
Mirko schneidet die Nabelschnur durch, nachdem diese auspulsiert ist.
Dann schiebt die Ärztin ein Tablett mit Nadel, Faden und anderen Utensilien neben mein Bett. Mist, da war ja was. Bei dieser schnelle Geburt bin ich bestimmt komplett gerissen. Von vorne bis hinten, von rechts nach links. Die Hebamme und Ärztin untersuchen mich und sind beide total überrascht. Außer einer kleinen Schürfwunde habe ich GAR NICHTS. Wow. Danke fürs Dehnen liebe Hebamme ♥
Und dann sehe ich, was die Hebamme meinte, als sie sagte sie wäre voll. Sie ist VOLL. Voll mit Kot. Sie erzählt mir das Elise sich erleichtert hat, als sie raus kam. Und sie hat die Hebamme getroffen. Aber wie!!! 🙂 Sie sagt: Na, das da alles funktioniert, wissen wir ja jetzt 😀

Wisst ihr, ich habe früher immer gesagt das alle Frauen lügen die sagen: Der Schmerz ist höllisch, aber wenn du dein Baby im Arm hälst, ist alles vergessen und du bist nur eins: Glücklich!
Aber Elise Geburt hat mir das Gegenteil bewiesen.
Natürlich war sie schmerzhaft, aber es war dank der Atemtechnik erträglich. Ja, ich habe gebrüllt wie ein Tiger. Aber als ich sie selbst hochgenommen habe und sie dann an meine Brust gedrückt habe, WAR alles vergessen.

Mirko informierte meine Mutter und Oma. Meine Oma machte sich gleich mit Olivia und Nelia auf den Weg. Ich schrieb meinen Freunden, bzw schickte ihnen das Bild von uns. Achtet nochmal auf die Zeit 🙂

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Screenshot 2

Sie waren alle total verdutzt, jetzt so schnell ein Foto von mir UND Baby zu bekommen. Und ja, so wie ich dort strahle, so fühlte ich mich auch.

Um 17 Uhr waren die Kinder vorm Kreißsaal. Die Hebamme – die sich mittlerweile umgezogen hatte 😀 – und eine weitere Frau putzten schnell den Kreißsaal etwas. Die anderen Räume waren leider belegt. Das Blut wurde grob aufgewischt und mir eine Decke übergeschmissen. Dann durften die drei herein kommen.

Sie haben gestrahlt. Bis über beide Ohren!!! Ich habe sie gefragt ob sie sich die Plazenta auch anschauen wollen. Sie lag im Waschbecken, direkt neben dem Bett. Beide Kinder wissen genau was die Plazenta ist, wie sie ungefähr aussieht und was sie macht. Und alle beide wollten sie sehen. Sie schauen ganz interessiert in das Waschbecken und Nelia sagt laut:
Ohhhh wie schön! Die Plazenta sieht ja aus wie ein Herz!!! ♥
Das tat sie wirklich. Schade das ich kein Foto gemacht habe.

Wir haben die Kinder kurz darauf aber noch einmal rausgeschickt. Ich habe Elise zum ersten Mal gestillt und wurde etwas sauber gemacht. Wir haben gekuschelt, gestrahlt und den Babyduft in uns aufgesogen. Und daaaann wurde sie auch gemessen, gewogen und angezogen.

Lange haben die Kinder es übrigens nicht ausgehalten. Nach 40 Minuten kamen sie zurück in den Kreißsaal – in Begleitung meiner Mutter.
Sie sagte natürlich gleich: Die kleine Maus hat auf mich gehört!!!!!!
Und mein Stiefvater sagte: Ich hatte Recht!!!
Denn er hat von Anfang an gesagt das die kleine am 27.07. zur Welt kommen wird.

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Meine drei Mädchen ♥

Nach einer Nacht im Krankenhaus sind wir gegangen. Mir ging es super!!! Aber über die Zeit danach werde ich in einem Extra Post berichten. Immerhin sind es jetzt schon 3600 Wörter 😀

Ich möchte allen, die einen Kaiserschnitt hatten, auf diesem Wege Mut machen. Ihr KÖNNT es schaffen – ich habe es auch geschafft!!!
Und danke an jeden der es tatsächlich durchgehalten hat und alle Wörter gelesen hat. Es war viel, aber es war magisch und mir nicht möglich das ganze in einer verkürzten Version niederzuschreiben 🙂